Entschädigung für NS-Justizverurteilte
Die im Nationalsozialismus inhaftierten und hingerichteten Justizverurteilten sind eine in der Erinnerungskultur oft vernachlässigte Verfolgtengruppe. Ihre Geschichten stehen im Fokus des Projektes „Ewige Zuchthäusler?!“. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat das Projektteam im Pilotprojekt am Beispiel des ehemaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel zum Thema Entschädigung geforscht, Interviews geführt und Vermittlungsangebote entwickelt.
Das Pilotprojekt „‘Ewige Zuchthäusler?!‘ Entschädigung für Justizverurteilte und die individuellen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen“ wurde von Oktober 2022 bis September 2024 in Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte (IBRG) der TU Braunschweig und der belgischen Hogeschool VIVES Kortrijk durchgeführt und untersuchte die Entschädigung in den Ländern Belgien, Niederlande und Norwegen.
Das Folgeprojekt „2x (Un)Recht? Partizipative App-Entwicklung zu den Folgen von Entschädigung für NS-Justizverurteilte“ schloss von Oktober 2024 bis Dezember 2025 an und erweiterte die Forschungsergebnisse um eine vergleichende Perspektive auf die Bundesrepublik und die DDR. Kooperationspartner waren die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen sowie der Kunstverein Braunschweig e.V.
Beide Projekte wurden in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Entschädigung für NS-Justizverurteilte
Die im Nationalsozialismus inhaftierten und hingerichteten Justizverurteilten sind eine in der Erinnerungskultur oft vernachlässigte Verfolgtengruppe. Ihre Geschichten stehen im Fokus des Projektes „Ewige Zuchthäusler?!“. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat das Projektteam im Pilotprojekt am Beispiel des ehemaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel zum Thema Entschädigung geforscht, Interviews geführt und Vermittlungsangebote entwickelt.
Das Pilotprojekt „‘Ewige Zuchthäusler?!‘ Entschädigung für Justizverurteilte und die individuellen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen“ wurde von Oktober 2022 bis September 2024 in Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte (IBRG) der TU Braunschweig und der belgischen Hogeschool VIVES Kortrijk durchgeführt und untersuchte die Entschädigung in den Ländern Belgien, Niederlande und Norwegen.
Das Folgeprojekt „2x (Un)Recht? Partizipative App-Entwicklung zu den Folgen von Entschädigung für NS-Justizverurteilte“ schloss von Oktober 2024 bis Dezember 2025 an und erweiterte die Forschungsergebnisse um eine vergleichende Perspektive auf die Bundesrepublik und die DDR. Kooperationspartner waren die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen sowie der Kunstverein Braunschweig e.V.
Beide Projekte wurden in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
5 Länder
Der Umgang mit den NS-Justizverurteilten und ihren Angehörigen nach 1945 war im geteilten Deutschland sowie in den westeuropäischen Ländern unterschiedlich. Manche wurden als Widerstandskämpfer*innen geehrt und erhielten schnell finanzielle Unterstützung nach dem erlittenen Unrecht. Andere kämpften jahrzehntelang vergeblich um Anerkennung und Entschädigung.
Die Website bietet Informationen über die landesspezifischen Regelungen zu Entschädigungszahlungen und den gesellschaftlichen Umgang mit den NS-Justizverurteilten in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR, Belgien, Norwegen und den Niederlanden.
Die Entschädigungspolitik in den beiden deutschen Staaten unterschied sich stark voneinander. Gemeinsam war, dass zahlreiche Opfergruppen „vergessen“ wurden, darunter auch Justizverurteilte wie z. B. „Kriminelle“.
Aus Belgien, Norwegen und den Niederlanden waren etwa 2.000 Personen im Strafgefängnis Wolfenbüttel inhaftiert, die sich auf unterschiedliche Weise gegen die deutsche Besatzung aufgelehnt hatten. Das Zusammenführen der Länderperspektiven ermöglicht den Vergleich der Unterschiede in der Entschädigungspraxis.
22 Biografien
Wie wurden die Leben der Justizverurteilten und ihrer Familien durch die nationalsozialistische Verfolgung geprägt? Und welche Rolle spielten Entschädigungszahlungen nach 1945 für die Betroffenen?
Die ausgewählten Biografien und die individuellen Erfahrungen der Verfolgten sind so verschieden wie die Verfolgungsgründe und Herkunftsländer. Die Geschichten der Betroffenen und ihrer Angehörigen zeigen, dass das Thema Entschädigung bis in die Gegenwart hineinwirkt.
Neue Vermittlungsangebote
Wie kann die Geschichte der Entschädigung für nationalsozialistisches Unrecht vermittelt und zur kritischen Auseinandersetzung in der Gegenwart genutzt werden?
Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel hat neue Workshops und Bildungsmaterialien zum Thema „Entschädigung für NS-Justizverurteilte“ entwickelt. Das Bildungsangebot ist für verschiedene Anforderungs- und Altersstufen konzipiert. Es richtet sich insbesondere an Studierende und an Beschäftigte aus den Bereichen Justiz und Strafvollzug.
Die Bildungsmaterialien stehen kostenlos zum Download bereit. Sie sind ortsunabhängig nutzbar und können in anderen Bildungseinrichtungen wie auch von Trägern außerschulischer Bildung angewendet werden.
Serious Game „Gegen Mauern“
Gemeinsam mit Kursteilnehmer*innen von Arbeit und Leben Niedersachen sowie Angehörigen ehemaliger NS-Justizverurteilter entstand im Projekt „2x (Un)Recht?“ das interaktive Graphic Novel-Spiel „Gegen Mauern. Vier Leben, vier Kämpfe“.
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Mehr InformationenDas Spiel kann kostenlos in den Appstores heruntergeladen werden.









